Zukunft backt man mit Oekostrom

Häufige Fragen zu Smart Meter

Intelligente Zähler – auch Smart Meter genannt – sind digitale Stromzähler, die künftig vor allem bei Großverbrauchern zum Einsatz kommen sollen. Aktuell wird der Stromverbrauch in der Regel mit einem meachnischen Stromzähler gemessen. Der Zählerstand wird jährlich vor Ort abgelesen. Teilweise sind auch schon moderne Messeinrichtungen installiert. Dabei handelt es sich um digitale Stromzähler, die die Stromverbrauchsdaten speichern und auf einem Bildschirm darstellen. Wird diese moderne Messeinrichtung um eine Kommunikationseinheit – das sogenannte Smart-Meter-Gateway – ergänzt, spricht man von einem intelligenten Messsystem. Das Smart-Meter-Gateway, eine Art Datendrehscheibe, kann die Messwerte verarbeiten, automatisch übermitteln und Zugriffsrechte verwalten

Der Messtellenbetreiber ist das Unternehmen, dass für die Installation, den Betrieb, die Wartung, den Wechsel Ihres Zählers sowie die Messung verantwortlich ist.

Intelligente Messsysteme bilden die technische Basis für vielfältige Themen rund um Ihre Energieversorgung. Diese sind zum Beispiel:
- Verbrauchstransparenz
- Vermeidung von Vor-Ort-Ablesekosten
- Ermöglichung variabler Tarife bei Ihrem Energieversorger
- Bereitstellung wichtiger Informationen zur optimalen Netzsteuerung
- "Spartenbündelung", d.h. gleichzeitige Ablesung und Transparenz auch der Sparten Gas, Heizwärme und Fernwärme
- Sichere, standardisierte Infrastruktur für Anwendungsfälle im "Smart Home"

Die Kosten für den Zähler, Einbau, Betrieb und Wartung tragen zunächst die Messstellenbetreiber. Diese stellen den Stromkunden die Kosten für die Messung in Rechnung, wobei diese die gesetzlich festgelegten Preisobergrenzen nicht übersteigen dürfen. Falls der Zählerkasten für den Einbau der neuen Technik umgebaut werden muss, trägt der Anschlussnehmer, also der Haus- oder Wohnungseigentümer, hierfür die Kosten.

Das Gesetz sieht für die verschiedenen Verbrauchsklassen gestaffelte Preisobergrenzen vor: So sollen zum Beispiel Kunden mit einem Jahresstromverbrauch von 6.000 bis 10.000 Kilowattstunden (kWh) für das intelligente Messsystem maximal 100 EUR im Jahr bezahlen. Für höhere Verbrauchsklassen liegt die Preisobergrenze höher (z.B. für 10.000 – 20.000 kWh bei 130 EUR), wobei auch ihr Kosteneinsparpotenzial höher ausfällt. Liegt der Jahresstromverbrauch unter 6.000 kWh ist der Einbau eines intelligenten Messsystems ohnehin nicht vorgeschrieben. Auch hier gelten aber Preisobergrenzen, die sich je nach Jahresverbrauch wie folgt staffeln:
- Bis 2.000 kWh maximal 23 EUR/ Jahr
- 2.000 – 3.000 kWh maximal 30 EUR/ Jahr
- 3.000 – 4.000 kWh maximal 40 EUR/ Jahr
- 4.000 – 6.000 kWh maximal 60 EUR/ Jahr

Nein, wie aktuell bei herkömmlichen Stromzählern ist auch der Einbau von intelligenten Messsystemen zu dulden.

Der Einbau der neuen Technik soll bei Großverbrauchern mit einem Jahresstromverbrauch von über 10.000 Kilowattstunden ab dem Jahr 2017 beginnen. Voraussetzung ist jedoch, dass genügend Geräte verfügbar sind, die die hohen technischen Anforderungen erfüllen. Kunden mit einem Jahresstromverbrauch von 6.000 bis 10.000 Kilowattstunden sollen frühestens ab 2020 ein intelligentes Messsystem erhalten.

Moderne Messeinrichtungen sollen, so das Bundeswirtschaftsministerium, die bestehenden Stromzähler bis 2032 in allen Haushalten ersetzen. Das zusätzliche Smart-Meter-Gateway, mit dem moderne Messeinrichtungen zu intelligenten Messsystemen aufgerüstet werden können, soll im Regelfall nur bei Verbrauchern mit einem Jahresstromverbrauch über 6.000 Kilowattstunden eingebaut werden. Die meisten Privathaushalte sind hiervon nicht betroffen, da sie einen geringeren Stromverbrauch haben.

Ihr Messstellenbetreiber ist grundsätzlich der örtliche Netzbetreiber, wenn Sie als Anschlussnutzer keine Vereinbarung mit einem anderen Unternehmen über den Messstellenbetrieb geschlossen haben. Es steht Ihnen grundsätzlich frei, einen anderen Messstellenbetreiber zu wählen. Wenn Sie jedoch noch nie Ihren Messstellenbetreiber gewechselt haben, ist in der Regel der örtliche Netzbetreiber für den Messstellenbetrieb Ihres Zählers verantwortlich. In Berlin der Stromnetzbetreiber die Stromnetz Berlin GmbH in 11511 Berlin (Telefon: 030-492 02-00 Telefax: 030-492 02-0100, E-Mail: info@stromnetz-berlin.de, Internet www.stromnetz.berlin).

Über den Austausch des herkömmlichen Zählers gegen eine moderne Messeinrichtung bzw. ein intelligentes Messsystem wird Sie Ihr Messtellenbetreiber in der Regel rechtzeitig informieren und einen Termin für den Austausch des Zählers und auch den beauftragten Dienstleister nennen. Sofern der Zähler frei zugänglich ist, z. B. im Treppenaufgang oder einem Zähler-/Kellerraum, ist Ihre Anwesenheit bei dem Tausch meist nicht erforderlich. Für den Tausch ist eine Unterbrechung der Stromversorgung notwendig. Bitte wenden Sie sich bei Fragen zum Ablauf an Ihren jeweiligen Messtellenbetreiber. Ihr Messstellenbetreiber ist grundsätzlich der örtliche Netzbetreiber, wenn Sie als Anschlussnutzer keine Vereinbarung mit einem anderen Unternehmen über den Messstellenbetrieb geschlossen haben. In Berlin ist der Stromnetzbetreiber die Stromnetz Berlin GmbH in 11511 Berlin (Telefon: 030-492 02-00 Telefax: 030-492 02-0100, E-Mail: info@stromnetz-berlin.de, Internet www.stromnetz.berlin).

Auf der Webseite der Bundesnetzagentur (www.bundesnetzagentur.de) oder Ihres örtlichen Netztbetreibers. In Berlin ist der Stromnetzbetreiber die Stromnetz Berlin GmbH in 11511 Berlin (Telefon: 030-492 02-00 Telefax: 030-492 02-0100, E-Mail: info@stromnetz-berlin.de, Internet www.stromnetz.berlin).